Fachartikel | Inner Leadership
Warum erfolgreiche Frauen trotz Klarheit, Disziplin und Erfahrung immer wieder an denselben persönlichen Grenzen stoßen – und weshalb die ehemalige Führungskraft und Ingenieurin Dagmar Nottebaum in Veränderungsprozessen bewusst über klassische Mindset-Arbeit hinausgeht.
Sie führen Unternehmen, Teams und Projekte. Treffen Entscheidungen, tragen Verantwortung und sind es gewohnt, Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden.
Und trotzdem erleben gerade erfolgreiche Frauen irgendwann etwas Erstaunliches: Bei manchen Themen des eigenen Lebens funktioniert genau das nicht.
Sie wissen längst, dass sie weniger arbeiten, mehr delegieren, Grenzen setzen oder endlich ein bestimmtes Ziel verwirklichen möchten. Vielleicht ist beruflich sogar alles erreicht, was früher einmal wichtig erschien – und trotzdem fehlt etwas.
Mehr Freiheit. Mehr Lebensfreude. Mehr Energie. Oder schlicht das Gefühl, das eigene Leben wieder wirklich selbst zu gestalten.
Die Frage lautet dann nicht mehr nur: „Was muss ich tun, um noch erfolgreicher zu werden?“
Sondern zunehmend:
„Wie möchte ich eigentlich leben – und warum gelingt es mir trotz all meiner Fähigkeiten nicht, bestimmte Dinge zu verändern?“
Genau an diesem Punkt setzt die Arbeit von Dagmar Nottebaum an.
Die Bauingenieurin arbeitete mehr als 30 Jahre in einer von Rationalität, Planung und Verantwortung geprägten Berufswelt, viele Jahre davon als Führungskraft. Heute verbindet sie diese Erfahrung mit Coaching, Hypnose, Bewusstseinsarbeit sowie emotionalen und energetischen Verfahren.
Ihr Ansatz folgt dabei keinem starren Methodensystem.
Denn Nottebaum ist überzeugt:
„Nicht der Mensch muss zur Methode passen. Die Methode muss zum Menschen passen.“
Wenn Verstehen allein nicht reicht
Gerade leistungsorientierte Menschen sind gewohnt, Herausforderungen über den Verstand zu lösen: Problem erkennen, Ursache analysieren, Lösung entwickeln, umsetzen.
Im beruflichen Alltag funktioniert das ausgezeichnet.
Bei persönlichen Veränderungsprozessen stößt diese Strategie jedoch manchmal an Grenzen.
Eine Führungskraft kann beispielsweise genau wissen, dass sie nicht jede Aufgabe kontrollieren muss – und es trotzdem tun. Eine Unternehmerin kann verstanden haben, dass ihr Perfektionismus sie zunehmend belastet – und dennoch nicht lockerlassen. Eine Frau kann seit Jahren wissen, dass sie mehr Zeit für sich und ihr Leben möchte – und trotzdem findet sich immer etwas, das vermeintlich wichtiger ist.
Nottebaum interessiert deshalb nicht nur die Frage, was ein Mensch verändern möchte.
Sie will wissen:
Was verhindert bisher, dass diese Veränderung tatsächlich gelingt?
Denn hinter bewusstem Verhalten können Überzeugungen, Erfahrungen, emotionale Reaktionen und über Jahre automatisierte Muster wirken.
Interessanterweise sind es manchmal sogar Eigenschaften, die einen Menschen ursprünglich erfolgreich gemacht haben.
Perfektionismus kann für hervorragende Ergebnisse sorgen. Verantwortungsgefühl macht Menschen zu geschätzten Führungskräften. Kontrolle verhindert Fehler. Leistungsbereitschaft ermöglicht außergewöhnliche Karrieren.
Doch eine Stärke kann ihren Preis haben, wenn aus einer bewussten Fähigkeit ein innerer Automatismus wird.
Dann entscheidet ein Mensch nicht mehr frei, ob er Verantwortung übernimmt, alles kontrolliert oder noch mehr leistet – sondern hat zunehmend das Gefühl, gar nicht anders zu können.
Coaching ohne Schema F
An diesem Punkt geht Nottebaums Ansatz über das klassische Coachinggespräch hinaus.
Dabei legt sie sich bewusst nicht auf eine einzige Methode fest.
Ihre Klientinnen lernen zunächst unterschiedliche Veränderungsansätze praktisch kennen und können selbst erfahren, wie sie darauf reagieren.
Denn Menschen sind verschieden.
Manche finden beispielsweise sehr schnell Zugang zur Hypnose. Sie können innere Bilder wahrnehmen, Emotionen intensiv erleben und erreichen auf diesem Weg Ebenen, die ihnen im normalen Gespräch schwer zugänglich sind.
Andere Menschen tun sich genau damit schwer.
Bei ihnen können beispielsweise emotionale, körperorientierte oder energetische Verfahren einen besseren Zugang eröffnen.
Auch ein und derselbe Mensch kann abhängig vom jeweiligen Thema unterschiedlich reagieren.
Nottebaums Werkzeugkoffer umfasst deshalb neben klassischen Coachingelementen unter anderem Hypnose, EFT, emotionale Ursachenarbeit und verschiedene energetische Verfahren.
Welche davon zum Einsatz kommen, entscheidet sich individuell.
„Meine Klientinnen müssen zunächst an gar nichts glauben. Sie dürfen die verschiedenen Zugänge kennenlernen, erleben, was sie mit ihnen machen, und selbst feststellen, womit sie gut arbeiten können.“
Gerade Menschen, die energetischen Methoden skeptisch gegenüberstehen, nimmt Nottebaum diese Skepsis nicht übel.
Im Gegenteil.
Als Ingenieurin kommt sie selbst aus einer Welt, in der hinterfragt, analysiert und überprüft wird. Sie unterscheidet deshalb auch zwischen Verfahren, für deren Wirkmechanismen wissenschaftliche Evidenz vorliegt, und solchen, deren Erklärungsmodelle wissenschaftlich bislang nicht entsprechend abgesichert sind.
Für ihre Coachingarbeit steht nicht der Glaube an eine bestimmte Methode im Mittelpunkt, sondern die individuelle Erfahrung der Klientin.
Die Erfolgsverhinderer zu lösen ist erst der Anfang
Ein entscheidender Unterschied liegt jedoch noch an einer anderen Stelle.
Das Erkennen und Bearbeiten hinderlicher Muster ist für Nottebaum nicht das Ziel des Coachings.
Es schafft vielmehr die Voraussetzung für den nächsten Schritt:
das eigene Leben bewusst zu gestalten.
Denn nur weil ein altes Muster an Einfluss verliert, entsteht noch nicht automatisch das gewünschte Neue.
Deshalb spielt Bewusstseinsarbeit in Nottebaums Ansatz eine zentrale Rolle.
Welche Gedanken begleiten einen Menschen täglich? Welche inneren Dialoge laufen nahezu unbemerkt ab? Worauf richtet sich seine Aufmerksamkeit? Welche Erwartungen hat er an sich und seine Zukunft? Wie reagiert er auf Zweifel oder Rückschläge? Und wie schnell übernimmt wieder der alte Autopilot?
Nottebaum bezeichnet den bewussten Umgang damit unter anderem als Gedankenhygiene.
So selbstverständlich Menschen darauf achten, was sie ihrem Körper zuführen, so wenig bewusst nehmen viele wahr, womit sie ihren Geist Tag für Tag beschäftigen.
Dabei beeinflusst die Art, wie wir Situationen interpretieren, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und welche Handlungsmöglichkeiten wir wahrnehmen, auch unsere Entscheidungen und unser Verhalten.
Für Nottebaum ist das eine Form von Inner Leadership – innerer Führung.
Führung beginnt nicht bei den anderen
Dieser Gedanke schlägt eine direkte Brücke in die Businesswelt.
Führungskräfte lernen, Mitarbeiter zu führen. Sie lernen Kommunikation, Strategie, Konfliktmanagement, Entscheidungsfindung und Unternehmensführung.
Doch wie bewusst führen sie eigentlich sich selbst?
Die eigene Aufmerksamkeit. Die Gedanken. Den Umgang mit Druck. Emotionale Reaktionen. Entscheidungen. Den Fokus auf das, was entstehen soll.
Innere Führung bedeutet für Nottebaum dabei keineswegs, negative Gedanken einfach durch positive zu ersetzen.
Es geht vielmehr darum, sich der eigenen inneren Prozesse überhaupt bewusst zu werden, hinderliche Muster dort zu bearbeiten, wo sie entstehen, und anschließend zunehmend selbst entscheiden zu können, welchen Gedanken, Überzeugungen und Zielen man künftig Raum gibt.
Damit verändert sich auch die Rolle des Coaches.
Das Ziel ist nicht, dauerhaft jemanden zu benötigen, der Probleme löst.
Die Klientin soll zunehmend selbst erkennen können: Was passiert gerade in mir? Was steuert mich? Was davon möchte ich verändern? Und worauf möchte ich meine Aufmerksamkeit stattdessen richten?
Aus Coaching wird damit langfristig Selbstführungskompetenz.
Und was hat das mit Manifestation zu tun?
Spätestens an diesem Punkt taucht ein Begriff auf, mit dem viele Menschen aus der Businesswelt zunächst wenig anfangen können: Manifestation.
Nottebaum verwendet ihn dennoch bewusst.
Allerdings versteht sie darunter nicht, sich etwas möglichst intensiv zu wünschen und anschließend darauf zu warten, dass es eintritt.
Am Anfang steht vielmehr eine sehr konkrete Frage:
Was möchte ich überhaupt?
Erst wenn ein Ziel klar ist, lässt sich erkennen, was seiner Realisierung möglicherweise noch entgegensteht.
Dann beginnt ein Prozess aus Bewusstwerden, Auflösen hinderlicher Muster, innerer Neuausrichtung und entsprechendem Handeln.
Vorstellungskraft und Fokus gehören für Nottebaum ebenso dazu wie Entscheidungen und konkrete Schritte.
Manifestation wird damit weniger zu einer Frage des Glaubens als zu einem Prozess bewusster Lebensgestaltung:
Ziel kennen. Hindernisse erkennen. Erfolgsverhinderer bearbeiten. Denken und Aufmerksamkeit bewusst ausrichten. Entscheidungen treffen. Handeln.
Erfolg neu definieren
Besonders relevant wird diese Frage für Frauen, die bereits viel erreicht haben.
Sie haben Karriere gemacht, Unternehmen aufgebaut, Verantwortung getragen, Familien begleitet und Herausforderungen gemeistert.
Irgendwann verändert sich jedoch häufig der Maßstab.
Es geht nicht mehr ausschließlich darum, mehr zu erreichen.
Sondern darum, wie sich Erfolg eigentlich anfühlen soll.
Was nützt eine beeindruckende Karriere, wenn kaum Zeit bleibt, sie zu genießen? Was bedeutet finanzieller Erfolg, wenn innere Freiheit fehlt? Und warum sollten berufliche Erfüllung, Gesundheit, Beziehungen, Lebensfreude und persönliche Ziele überhaupt Gegensätze sein?
Nottebaum möchte Frauen deshalb nicht beibringen, noch effizienter zu funktionieren.
Sie möchte sie darin unterstützen, ihre Fähigkeiten künftig bewusster für sich selbst einzusetzen.
Vielleicht ist genau das die nächste Entwicklungsstufe von Führung:
Nicht nur Unternehmen, Mitarbeiter und Projekte erfolgreich zu steuern.
Sondern auch das eigene Leben.
Und damit stellt sich am Ende eine andere Frage als die, mit der viele erfolgreiche Menschen ihre Karriere begonnen haben:
Was wäre möglich, wenn du nicht länger gegen unbewusste Muster arbeiten müsstest – sondern deine Erfahrung, deine Fähigkeiten und deine Energie bewusst auf das ausrichten könntest, was du wirklich erreichen und leben möchtest?
Du führst andere. Jetzt geht es um dich.
Wenn du dich an einigen Stellen dieses Artikels wiedererkennst und spürst, dass in deinem beruflichen oder persönlichen Leben noch mehr möglich ist, können wir gemeinsam einen ersten Blick darauf werfen.
In einem kostenfreien 30-minütigen Klarheitsgespräch schauen wir darauf, wo du heute stehst, was du wirklich erreichen möchtest und was dich bisher möglicherweise davon abhält.